Allergietest beim Hund: Warum viele Testergebnisse mehr verwirren als helfen
Dein Hund soll plötzlich gegen Rind, Huhn, Reis, Kartoffeln und noch 20 weitere Futtermittel unverträglich sein? Das kann einen ganz schön verunsichern. Vor allem, wenn einige dieser Zutaten schon seit Jahren problemlos im Napf landen.
Immer häufiger werden Allergie- und Unverträglichkeitstests für Hunde angeboten. Manche benötigen nur ein paar Haare oder eine Speichelprobe, andere untersuchen das Blut. Das Versprechen klingt verlockend: Eine Probe einschicken und schon weißt du, was dein Hund verträgt und was nicht. Doch wie zuverlässig sind diese Tests wirklich?
Eine wissenschaftliche Untersuchung kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Ein kommerzieller Allergietest lieferte bei Kunstfell und Wasser ähnliche Ergebnisse wie bei den Proben echter Hunde.
Und das ist längst nicht das einzige Problem. Auch bestimmte Bluttests, die im Labor durchgeführt werden, liefern bei Futtermittelallergien keine ausreichend zuverlässigen Ergebnisse.
Schauen wir uns an, was die Wissenschaft dazu sagt – und wie du stattdessen herausfinden kannst, welches Futter dein Hund tatsächlich verträgt.
Allergie oder Unverträglichkeit – wo liegt der Unterschied?
Zunächst sollten wir zwei Begriffe auseinanderhalten, die häufig synonym verwendet werden.
Bei einer Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem auf einen Bestandteil der Nahrung. Meist sind bestimmte Proteine beteiligt. Die Reaktion kann sich beispielsweise durch Juckreiz, Hautentzündungen, wiederkehrende Ohrenprobleme oder Magen-Darm-Beschwerden äußern.
Bei einer Futtermittelunverträglichkeit im engeren Sinne ist dagegen das Immunsystem nicht beteiligt. Ein Beispiel ist die Laktoseintoleranz: Fehlt dem Hund ausreichend Laktase, kann er Milchzucker nicht richtig verdauen. Die Folge können Blähungen oder Durchfall sein.
In der Tiermedizin werden beide Formen unter dem Oberbegriff „unerwünschte Futtermittelreaktionen“ zusammengefasst.
Das Problem: Die Symptome können sich überschneiden. Allein anhand von Durchfall, Juckreiz oder Blähungen lässt sich deshalb nicht zuverlässig unterscheiden, welche Ursache dahintersteckt.
Und nicht jedes Verdauungsproblem ist automatisch eine Futtermittelunverträglichkeit. Auch Parasiten, Infektionen oder andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen.
Allergietests mit Fell und Speichel: Was wird da eigentlich gemessen?
Im Internet werden zahlreiche Tests angeboten, für die du lediglich einige Haare oder eine Speichelprobe deines Hundes einschicken musst. Manche Anbieter werben damit, nicht nur Allergien, sondern auch sogenannte energetische Belastungen oder Veränderungen des Stoffwechsels erkennen zu können.
Einige dieser Verfahren berufen sich auf die Bioresonanz. Dahinter steckt die Vorstellung, dass der Körper beziehungsweise einzelne Stoffe bestimmte elektromagnetische Schwingungsmuster besitzen, deren Abweichungen auf gesundheitliche Probleme hinweisen sollen.
Das klingt zunächst wissenschaftlich. Schließlich kommen Begriffe wie Biophysik, Frequenzen oder energetische Analyse vor.
Für die behaupteten diagnostischen Fähigkeiten der Bioresonanz gibt es jedoch weder einen wissenschaftlich belegten Wirkmechanismus noch einen überzeugenden Nachweis, dass sich damit Futtermittelunverträglichkeiten zuverlässig erkennen lassen.
Dass ein Anbieter ein Verfahren als besonders sensibel bezeichnet oder behauptet, Probleme bereits vor dem Auftreten von Symptomen erkennen zu können, ist noch kein Beleg für dessen diagnostische Aussagekraft.
Dafür müsste in kontrollierten Studien gezeigt werden, dass der Test zuverlässig zwischen verträglichen und unverträglichen Futtermitteln unterscheiden kann.
Wenn sogar Kunstfell und Wasser auffällige Ergebnisse liefern
Wie problematisch solche Tests sein können, zeigt eine Untersuchung von Coyner und Schick aus dem Jahr 2019.
Die Forscherinnen untersuchten einen kommerziellen Allergietest, der mit Fell- und Speichelproben arbeitete. Dafür schickten sie Proben eines allergischen und eines gesunden, nicht allergischen Hundes ein.
Doch damit nicht genug: Sie reichten auch Kunstfell und Wasser als Proben ein.
Der Anbieter untersuchte die eingesandten Proben auf insgesamt 128 Futter- und Umweltallergene.
Das Ergebnis? Der Test konnte nicht zuverlässig zwischen allergischen Hunden, gesunden Hunden und den künstlichen Proben unterscheiden.
Die Verteilung der Testergebnisse war nicht besser als das, was durch Zufall zu erwarten gewesen wäre.
Besonders erstaunlich: Die Forscherinnen ließen auch Proben derselben Hunde mehrfach untersuchen – unter unterschiedlichen Namen. Doch selbst dabei kamen teilweise unterschiedliche Ergebnisse heraus. Der Test lieferte also bei wiederholten Untersuchungen derselben Proben keine zuverlässig übereinstimmenden Ergebnisse.
Die Schlussfolgerung der Wissenschaftlerinnen war eindeutig: Fell- und Speicheltests dieser Art sollten nicht zur Diagnose von Allergien bei Hunden verwendet werden.
Eine weitere Untersuchung von Bernstein und Kollegen aus demselben Jahr kam bei einem anderen kommerziellen Test zu vergleichbaren Ergebnissen. Auch dort wurden unter anderem Kunstfell und Kochsalzlösung eingeschickt – und auch diese Proben erhielten positive Testergebnisse.
Natürlich wurde in diesen Studien jeweils nur ein bestimmtes kommerzielles Verfahren untersucht. Das bedeutet nicht, dass automatisch jeder auf dem Markt angebotene Test einzeln widerlegt wurde.
Die Untersuchungen zeigen aber sehr deutlich, warum man Testergebnissen ohne wissenschaftlich nachgewiesene Zuverlässigkeit nicht vertrauen sollte.
Und was ist mit Allergietests aus dem Blut?
Ein Bluttest wirkt auf viele Hundehalter seriöser. Schließlich wird die Probe in einem Labor untersucht und das Ergebnis enthält häufig genaue Messwerte.
Bei solchen Tests werden unter anderem zwei Arten von Antikörpern untersucht: IgE und IgG. Antikörper sind Eiweiße, die das Immunsystem bildet. Doch auch hier gibt es Probleme.
IgE: Ein positiver Wert bedeutet nicht automatisch eine Futtermittelallergie
IgE-Antikörper spielen bei bestimmten allergischen Reaktionen eine Rolle. Deshalb liegt die Idee nahe, im Blut nach futtermittelspezifischem IgE zu suchen.
Das Problem: Ein positiver Nachweis bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Hund auf das betreffende Futtermittel tatsächlich mit Beschwerden reagiert.
Umgekehrt kann ein Hund trotz negativer Testergebnisse eine Futtermittelallergie haben.
Die wissenschaftliche Übersichtsarbeit von Mueller und Olivry aus dem Jahr 2017 untersuchte verschiedene diagnostische Verfahren bei Futtermittelreaktionen von Hunden und Katzen.
Die Autoren stellten fest, dass Bluttests auf futtermittelspezifische IgE- und IgG-Antikörper nur eine geringe Wiederholbarkeit aufwiesen und ihre diagnostische Genauigkeit bei Hunden stark schwankte. Die Ergebnisse können sich je nach Untersuchungsverfahren unterscheiden.
Solche Bluttests werden deshalb nicht als zuverlässige Methode zur Diagnose einer Futtermittelallergie empfohlen.
IgG: Antikörper sind kein Beweis für eine Unverträglichkeit
Noch problematischer ist die Interpretation von IgG-Antikörpern.
IgG-Antikörper können sich ganz normal bilden, wenn das Immunsystem mit Bestandteilen der Nahrung in Kontakt kommt. Ein positiver Nachweis kann also lediglich auf einen solchen Kontakt hinweisen.
Er bedeutet nicht, dass der Hund den betreffenden Futterbestandteil schlecht verträgt.
Eine Liste erhöhter IgG-Werte ist deshalb keine verlässliche Liste unverträglicher Futtermittel.
Auch Mueller und Olivry kamen zu dem Ergebnis, dass futtermittelspezifische IgG-Messungen im Blut für die Diagnostik wenig hilfreich sind.
Sind Bluttests bei Allergien also grundsätzlich sinnlos?
Nein. Hier muss man unterscheiden.
Bei Hunden mit atopischer Dermatitis, einer chronisch-entzündlichen, häufig allergisch bedingten Hauterkrankung, können Bluttests auf IgE gegen Umweltallergene durchaus sinnvoll sein.
Sie werden beispielsweise eingesetzt, um Allergene wie Hausstaubmilben oder Pollen für eine spezifische Immuntherapie auszuwählen. Dabei erhält der Hund gezielt Allergene, um seine Überempfindlichkeit langfristig zu verringern.
Wichtig ist aber: Auch diese Bluttests stellen nicht die Diagnose einer atopischen Dermatitis. Die Diagnose erfolgt anhand der Krankengeschichte, der Symptome und des Ausschlusses anderer Ursachen.
Die Leitlinien von Hensel und Kollegen aus dem Jahr 2015 sehen Allergietests auf Umweltallergene deshalb als Hilfsmittel zur Auswahl einer Immuntherapie vor – nicht als eigenständiges Diagnosewerkzeug.
Hauttests beim Hund: Sind sie zuverlässiger?
Neben Bluttests gibt es in der Tiermedizin auch sogenannte Intrakutantests. Dabei werden kleine Mengen verschiedener Allergene direkt in die Haut gespritzt. Anschließend wird beobachtet, ob sich eine Reaktion zeigt.
Solche Tests werden vor allem bei Hunden mit atopischer Dermatitis eingesetzt, um mögliche Auslöser wie Pollen oder Hausstaubmilben zu identifizieren. Sie können beispielsweise dabei helfen, eine allergenspezifische Immuntherapie zusammenzustellen.
Für die Diagnose einer Futtermittelallergie sind aber auch diese Hauttests nicht zuverlässig geeignet. Studien zeigen, dass sie tatsächliche Futtermittelallergien übersehen können und teilweise auch bei Hunden ohne entsprechende Allergie positiv ausfallen.
Deshalb empfehlen tiermedizinische Leitlinien auch bei Futtermittelallergien keine Intrakutantests als Diagnoseverfahren.
Warum sind lange Listen angeblicher Unverträglichkeiten problematisch?
Stell dir vor, du erhältst ein Testergebnis, nach dem dein Hund auf 25 verschiedene Futtermittel reagieren soll.
Natürlich möchtest du vermeiden, dass er weiterhin etwas bekommt, das ihm schadet. Also streichst du vorsichtshalber sämtliche auffälligen Zutaten vom Speiseplan.
Doch was passiert, wenn die Testergebnisse gar keine tatsächlichen Unverträglichkeiten abbilden?
Dann verzichtest du möglicherweise völlig unnötig auf gut verträgliche Lebensmittel.
Das kann mehrere Nachteile haben:
- Die Futterauswahl wird immer stärker eingeschränkt.
- Eine ausgewogene Ernährung wird schwieriger, insbesondere bei selbst zusammengestellten Rationen.
- Du gibst möglicherweise viel Geld für Spezialfutter aus, das dein Hund gar nicht benötigt.
- Die eigentliche Ursache der Beschwerden bleibt womöglich unentdeckt.
Besonders kritisch wird es, wenn ein Hund aufgrund eines solchen Testergebnisses immer wieder auf neue Futtersorten umgestellt wird. Bei empfindlichen Hunden können häufige Futterwechsel zusätzliche Verdauungsprobleme verursachen. Außerdem wird es schwieriger, den tatsächlichen Auslöser zu erkennen.
Ein auffälliges Testergebnis ist noch keine Diagnose.
Wenn dein Hund beispielsweise seit Jahren Huhn frisst und keinerlei Beschwerden zeigt, ist ein wissenschaftlich nicht validierter Test kein ausreichender Grund, Huhn plötzlich vom Speiseplan zu streichen.
Hat dein Hund dagegen Beschwerden, solltest du das Testergebnis nicht einfach als Grundlage für einen neuen Futterplan verwenden, sondern die Symptome und das weitere Vorgehen mit deiner Tierarztpraxis besprechen.
Wie lässt sich eine Futtermittelallergie zuverlässig feststellen?
Wenn Fell-, Speichel- und Bluttests keine zuverlässigen Antworten liefern, wie findet man dann heraus, welche Futtermittel ein Hund tatsächlich nicht verträgt?
Die wissenschaftlich anerkannte Methode ist die Ausschlussdiät, auch Eliminationsdiät genannt.
Dabei bekommt dein Hund über einen bestimmten Zeitraum ausschließlich eine sorgfältig ausgewählte Nahrung. Häufig wird dafür eine Proteinquelle verwendet, die er bisher noch nie gefressen hat. Alternativ kann ein geeignetes Futter mit hydrolysierten Proteinen eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Eiweiße, die in kleinere Bestandteile aufgespalten wurden, sodass sie seltener allergische Reaktionen auslösen.
Wichtig ist, dass während dieser Zeit wirklich nichts anderes gefüttert wird. Auch Kauartikel, Leckerlis, aromatisierte Medikamente, Zahnpflegeprodukte und Nahrungsergänzungen können das Ergebnis verfälschen. Wird die Diät nicht konsequent eingehalten, lässt sich aus dem Verlauf häufig keine eindeutige Schlussfolgerung ziehen.
Bei Hunden mit Hautproblemen dauert eine solche Diät in der Regel mindestens acht Wochen. Bei Verdauungsbeschwerden kann sich eine Besserung bereits früher zeigen. Selbst zusammengestellte Rationen müssen dabei bedarfsgerecht sein, besonders bei Welpen und jungen Hunden im Wachstum.
Der entscheidende Schritt kommt danach: Wenn die Beschwerden zurückgegangen sind, wird das ursprüngliche Futter im Rahmen eines kontrollierten Belastungstests, der sogenannten Provokation, erneut gegeben.
Treten die Symptome wieder auf, spricht das für eine Futtermittelreaktion. Wichtig zu wissen: Die Beschwerden müssen nicht sofort zurückkehren. Gerade Hautsymptome können sich erst nach mehreren Tagen, manchmal sogar erst nach etwa zwei Wochen zeigen.
Durch das anschließende gezielte Testen einzelner Zutaten lassen sich die tatsächlichen Auslöser weiter eingrenzen. Die Provokation sollte tierärztlich begleitet werden, insbesondere wenn zuvor schwere Reaktionen aufgetreten sind.
Das Verfahren erfordert zwar etwas Geduld, liefert aber wesentlich zuverlässigere Erkenntnisse als ein nicht ausreichend validierter Allergietest.
Wie du eine Ausschlussdiät richtig durchführst und worauf du dabei achten solltest, erfährst du in meinem Artikel zur Ausschlussdiät beim Hund.
Du hast bereits ein Allergietest-Ergebnis – was jetzt?
Zunächst einmal: Keine Panik.
Auch wenn auf dem Ergebnis viele Zutaten rot markiert sind, bedeutet das nicht, dass dein Hund tatsächlich gegen all diese Futtermittel allergisch oder unverträglich ist.
Entscheidend ist, mit welchem Verfahren getestet wurde und ob dieses Verfahren wissenschaftlich zuverlässig ist.
Wenn dein Hund keine Beschwerden hat, besteht aufgrund eines nicht validierten Tests allein normalerweise kein Anlass, seine Fütterung grundlegend zu verändern.
Hat er dagegen regelmäßig Durchfall, Erbrechen, Juckreiz oder andere Auffälligkeiten, sollten die Ursachen tierärztlich abgeklärt werden. Besteht anschließend der Verdacht auf eine Futtermittelreaktion, ist eine fachlich begleitete Ausschlussdiät der sinnvollere Weg als eine lange Liste vermeintlich unverträglicher Zutaten.
Fazit: Was du aus einem Allergietest wirklich ableiten kannst
Die Vorstellung ist verlockend: Ein paar Haare einschicken, etwas Speichel sammeln oder einmal Blut abnehmen lassen – und anschließend genau wissen, was der Hund verträgt.
Leider funktioniert die Diagnose von Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten nicht so einfach.
Wenn du bereits ein Testergebnis vorliegen hast, helfen dir drei Dinge weiter:
- Prüfe das Testverfahren. Nicht jeder Test, der wissenschaftlich klingt oder genaue Messwerte liefert, ist auch diagnostisch zuverlässig.
- Streiche nicht vorschnell Futtermittel. Besonders dann nicht, wenn dein Hund diese bisher problemlos vertragen hat.
- Lass Beschwerden gezielt abklären. Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelreaktion, ist eine sorgfältig geplante Ausschlussdiät mit anschließender Provokation der wissenschaftlich anerkannte Weg.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele angebliche Unverträglichkeiten auf einer Liste zu finden, sondern herauszufinden, was deinem Hund tatsächlich Probleme bereitet.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Beratung.
Wissenschaftliche Quellen
1. Mueller, R. S. & Olivry, T. (2017)
Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (4): can we diagnose adverse food reactions in dogs and cats with in vivo or in vitro tests?
BMC Veterinary Research, 13, 275.
https://doi.org/10.1186/s12917-017-1142-0
2. Hensel, P., Santoro, D., Favrot, C., Hill, P. & Griffin, C. (2015)
Canine atopic dermatitis: detailed guidelines for diagnosis and allergen identification.
BMC Veterinary Research, 11, 196.
https://link.springer.com/article/10.1186/s12917-015-0515-5
3. Coyner, K. & Schick, A. (2019)
Hair and saliva test fails to identify allergies in dogs.
Journal of Small Animal Practice, 60(2), 121–125.
https://doi.org/10.1111/jsap.12952
4. Bernstein et al. (2019)
Hair and saliva analysis fails to accurately identify atopic dogs or differentiate real and fake samples.
Veterinary Dermatology, 30(2), 105–e28.
https://doi.org/10.1111/vde.12716
5. Olivry, T. & Mueller, R. S. (2020)
Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (9): time to flare of cutaneous signs after a dietary challenge in dogs and cats with food allergies.
BMC Veterinary Research, 16.











