Pfotenpflege beim Hund im Winter: Schutz vor Kälte, Schnee und Streusalz

Britta Ollrogge • 5. November 2026

Viele Hunde lieben es, im Schnee zu toben. Doch gerade im Winter werden ihre Pfoten besonders beansprucht. Kälte, Eis, Streusalz und Rollsplitt können die Haut der Ballen reizen und sogar Verletzungen verursachen.

Mit ein wenig Pflege kannst Du die Pfoten Deines Hundes schützen und dafür sorgen, dass er auch im Winter Freude an seinen Spaziergängen hat.

Ein kleiner schwarzer Hund sitzt auf einem Sofa, seine rechte Pfote liegt in der Hand eines Menschen

Was macht Hundepfoten im Winter zu schaffen?

Kälte und gefrorene Böden: Hundepfoten sind zwar gut an niedrige Temperaturen angepasst, bei extremer Kälte können aber auch sie Schaden nehmen. Häufiges Anheben der Pfoten oder plötzliches Stehenbleiben können Anzeichen dafür sein, dass Deinem Hund der Untergrund zu kalt ist.


Schnee und Eis: Besonders bei langhaarigen Hunden bilden sich zwischen den Zehen manchmal kleine Schneeklumpen, die zu Eis gefrieren. Diese können beim Laufen drücken und scheuern. Es hilft, das Fell zwischen den Ballen vorsichtig kurz zu halten.


Streusalz: Salz kann die Haut austrocknen und reizen. Sind bereits kleine Risse vorhanden, kann es unangenehm brennen. Leckt Dein Hund nach dem Spaziergang Streusalz von seinen Pfoten, ist das in kleinen Mengen meist unproblematisch. Größere Mengen können jedoch Erbrechen und Durchfall verursachen.


Rollsplitt: Die kleinen, teilweise scharfkantigen Steinchen können sich zwischen den Zehen festsetzen und Druckstellen oder kleine Verletzungen verursachen.


So pflegst Du die Pfoten Deines Hundes im Winter

Vor dem Spaziergang kannst Du die Ballen bei Bedarf mit einem geeigneten Pfotenbalsam eincremen. Der Fett- oder Wachsfilm schützt die Haut vor Nässe und vermindert das Austrocknen.

Nach dem Spaziergang solltest Du die Pfoten kontrollieren und Streusalzreste mit lauwarmem Wasser abspülen. Anschließend gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen.

Sind die Ballen trocken oder spröde, kannst Du sie zusätzlich pflegen. Bei tiefen Rissen, Entzündungen oder anhaltenden Schmerzen solltest Du einen Tierarzt aufsuchen.


Kokosöl, Sheabutter, Vaseline oder Pfotenbalsam?

Für die Pfotenpflege gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige davon hast Du vielleicht sogar schon zu Hause.

  • Kokosöl eignet sich zur Pflege trockener und rauer Ballen. Es hält die Haut geschmeidig, wird beim Laufen allerdings relativ schnell abgetragen. Für einen längeren Spaziergang auf gesalzenen Wegen ist es deshalb nur bedingt geeignet.
  • Sheabutter eignet sich besonders zur Pflege trockener und spröder Pfotenballen. Sie enthält verschiedene Fettsäuren, hält die Haut geschmeidig und bildet einen schützenden Fettfilm. Verwende möglichst reine Sheabutter ohne Duftstoffe oder andere Zusätze.
  • Vaseline bildet einen wasserabweisenden Schutzfilm und vermindert den Feuchtigkeitsverlust der Haut. Sie ist gut verträglich und wird auch in der medizinischen Hautpflege eingesetzt.
  • Melkfett hat ähnliche Eigenschaften wie Vaseline. Allerdings solltest Du auf die Zusammensetzung achten, denn manche Produkte enthalten Duftstoffe oder andere Zusätze.
  • Spezielle Pfotenbalsame kombinieren meist verschiedene Fette und Wachse. Sie haften häufig besser an den Ballen und sind deshalb besonders für den Schutz vor Nässe und Streusalz geeignet.


ANIfit Pfotenbalsam: Schutz und Pflege mit Paraffin und natürlichen Wachsen

Der ANIfit Pfotenbalsam enthält eine Kombination aus Paraffinen, Vaseline, Wollwachs, Bienenwachs, Carnaubawachs und Propolis.

Gerade Paraffin wird häufig kritisch gesehen, weil es aus Erdöl gewonnen wird. Dabei hat es durchaus Eigenschaften, die bei der Pfotenpflege erwünscht sind.

Hochgereinigte Paraffine werden auch in medizinischen Hautpflegeprodukten verwendet. Sie bilden einen wasserabweisenden Film, vermindern den Feuchtigkeitsverlust und sind in der Regel gut verträglich.

Im ANIfit Pfotenbalsam übernehmen die Inhaltsstoffe unterschiedliche Aufgaben:

  • Paraffinum Liquidum und Paraffinum Solidum: Flüssiges und festes Paraffin schützen die Haut und sorgen für die passende Konsistenz.
  • Petrolatum (Vaseline): Bildet einen schützenden Fettfilm und vermindert den Feuchtigkeitsverlust.
  • Lanolin (Wollwachs): Pflegt die Haut und hält sie geschmeidig.
  • Bienenwachs und Carnaubawachs: Verbessern die Konsistenz und Haftfähigkeit des Balsams.
  • Alcohol: Kann verschiedene Funktionen in der Rezeptur erfüllen. Seine Wirkung hängt unter anderem von der enthaltenen Menge ab.
  • Propolis: Ein von Bienen hergestellter Stoff, der unter anderem für seine antimikrobiellen Eigenschaften bekannt ist.


Paraffin ist also keineswegs grundsätzlich ein schlechter Inhaltsstoff. Gerade bei einem Pfotenbalsam, der die Haut vor Nässe und äußeren Einflüssen schützen soll, kann es durchaus sinnvoll sein.

Wie bei anderen Pflegeprodukten auch können einzelne Hunde empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren.

Leckt Dein Hund nach dem Eincremen gelegentlich etwas Pfotenbalsam ab, ist das normalerweise kein Problem. Trage Pflegeprodukte trotzdem möglichst sparsam auf, denn größere verschluckte Mengen können Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Den ANIfit Pfotenbalsam kannst Du sowohl vor dem Spaziergang zum Schutz als auch danach zur Pflege verwenden.

Hundeschuhe im Winter – sinnvoll oder überflüssig?

Hundeschuhe sehen manchmal etwas gewöhnungsbedürftig aus. Trotzdem können sie im Winter durchaus sinnvoll sein.

Besonders bei empfindlichen oder verletzten Pfoten, auf stark gesalzenen Wegen oder bei längeren Wanderungen durch Schnee und Eis bieten sie zusätzlichen Schutz.

Für gesunde Hunde mit unempfindlichen Pfoten sind sie bei normalen Winterspaziergängen meist nicht notwendig.

Wichtig ist, dass die Schuhe gut sitzen, nicht scheuern und eine rutschhemmende Sohle haben. Außerdem solltest Du Deinen Hund langsam daran gewöhnen. Nicht jeder Vierbeiner ist sofort begeistert, wenn er plötzlich Schuhe tragen soll.

Gut geschützt durch den Winter

Hundepfoten sind erstaunlich widerstandsfähig. Trotzdem lohnt es sich, ihnen im Winter etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Kontrolliere die Ballen regelmäßig, entferne Streusalzreste nach dem Spaziergang und verwende bei Bedarf einen geeigneten Pfotenbalsam. Bei besonders empfindlichen Pfoten können auch Hundeschuhe eine gute Lösung sein.

So könnt Ihr Eure Winterspaziergänge weiterhin gemeinsam genießen.


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